Festgeld besser als Sparbuch

Geschrieben von netnut on April 18th, 2008 in Geldanlagen.

Eine flexible Geldreserve in der Hinterhand zu haben, kann nicht schaden. Ein kaputtes Auto, eine unvorhergesehene Reparatur am Haus oder schlicht besondere Konsumwünsche, die nicht warten können, erfordern eine stets bereite Liquiditätsreserve. Viele Verbraucher in Deutschland deponieren daher einige Tausend Euro oder mehr auf dem traditionellen Sparbuch.

Auf diesem beleibten Anlageprodukt aber werden nur sehr wenige Zinsen geboten; kaum mehr als ein Prozent im Jahr sind zu holen. Angesichts einer Inflation in Deutschland von etwas mehr als drei Prozent erfolgt demnach keine reale Mehrung des Vermögens, sondern vielmehr ein sukzessiver Verlust der Kaufkraft.

Um diesem wenig erbaulichen Umstand entgegenzuwirken, sollten Bankkunden in kurzfristige Festgelder investieren. Kreditinstitute bieten Engagements bereits für Laufzeiten ab dreißig Tagen an. Die Festgeld Zinsen belaufen sich aktuell auf etwa 3,25 Prozent, also dem in etwa dreifachen Zinssatz, der auf dem Sparbuch gilt. Das Kapital ist so gegen die Inflation geschützt und dennoch binnen relativ kurzer Zeit verfügbar.

Sicher ist eine solche Anlege selbstredend auch. Selbst wenn der Supergau eintritt und die Bank des Vertrauens in die Insolvenz geht, bleiben die Einlagen – zumindest bis zu einer gewissen Höhe – erhalten. Dies wird durch die Mitgliedschaft des Instituts in einem Fonds zur Einlagensicherung garantiert, die in der Bundesrepublik gesetzlich vorgeschrieben ist.

Anleger, denen weniger die ständige Verfügbarkeit, sondern mehr eine hohe Rendite für ihre Guthaben wichtig ist, legen ihr Geld für einen längeren Zeitraum an. Wer sich zum Beispiel für zwölf Monate bindet, der bekommt von den meisten Banken schon Zinsen von über vier Prozent im Jahr. Es gilt: Je länger das Geld fest gebunden ist, desto attraktiver sollte der Zinssatz ausfallen. Schließlich muss der Verzicht auf die Liquidität auch angemessen vergütet werden. Dieser Grundsatz gilt derzeit jedoch nur bis zu einer Anlagedauer von etwas zwei Jahren, längerfristige Anlagen werden in der Regel mit einem etwas geringeren Satz verzinst.

Verbraucher sollten keinesfalls vergessen, ihrem Geldhaus einen Freistellungsauftrag zu erteilen, damit der Fiskus so wenig wie möglich an den Zinszahlungen profitiert.

Artikel von netnut - Seite Besuchen

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