Geldabheben bleibt teuer
Written by Bobo on Donnerstag, August 26th, 2010 in Finanzen.
Erst haben Sparkassen und private Banken sich längere Zeit um eine Obergrenze bei den Gebühren für das Abheben an fremden Geldautomaten gezankt und nun haben sie sich geeinigt. Aber wie immer in diesem Geschäft, nicht zum Wohle des Kunden.
Es wird keine allgemeine Höchstgrenze geben.
Dafür (welch schäbiger Kompromis) kann man als Kunde ab dem 15. Januar an den Automaten sehen, wie hoch die Gebühren für das Abheben bei einem fremden Institut sind.
Der Verband der privaten Banken kündigte zudem an: Alle Mitglieder des Verbandes werden den Kunden der Konkurrenz künftig höchstens 1,95 Euro berechnen. Innerhalb des Verbandes werden dann auch keine Gebühren mehr fällig.
Experten schätzen die tatsächlichen Kosten, die eine Bank hat, wenn sie Geld an Fremdkunden ausgibt, aber nur auf rund 60 Cent.
Verbraucherschützer kritisierten die Einigung als “faulen Kompromiss”. Wie hat es Manfred Westphal, Abteilungsleiter beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) so treffend bezeichnet: “Transparenz ist das eine, Willkür in der Preisgestaltung das andere”.
Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
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