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Probleme beim Riester-Rentenvertrag

Written by Bobo on Mittwoch, Januar 16th, 2008 in Finanzen, Versicherungen.

Riester-Verträge - Keinen Nutzen für Geringverdiener? 

Die Riester-Rente galt bisher als beste Lösung, um eine zu erwartende spärliche staatliche Rente im Alter aufzubessern. Ein großer Vorteil bestand zum Beispiel darin, das das Guthaben auf Riester-Verträgen, im Falle der Arbeitslosigkeit, nicht zum Sparguthaben zugerechnet wurde.

Diese Tatsache und die hohen Zulagen vom Staat führten in den letzten Jahren zu einer signifikanten Zunahme der Abschlüsse.

Das könnte sich nun ändern. Nach einem Bericht des ARD-Magazins “Monitor” dürften viele Geringverdiener trotz Riester im Alter keinen Cent zusätzlich erhalten.

Das Problem ist die Grundsicherung.

Die Grundsicherung wurde von der rot-grünen Vorgängerregierung eingeführt und sollte Rentner davor schützen nach einem erfüllten Arbeitsleben zum Sozialamt gehen zu müssen. Rentner deren Einkommen unter dem Mindestsatz der Sozialhilfe liegt, können die Differenz vom Grundsicherungssamt erhalten.

Was sich als eigentlich gute Idee erwies, hat seine Auswirkungen auf zukünftige Rentner mit einem Riestervertrag.

Da nun voraussichtlich viele Renten künftig unterhalb der Grundsicherung liegen und bei der Grundsicherung alle Einkommen angerechnet werden, ist die Riester-Rente für solche Menschen kaum von Nutzen. Das Zusatzeinkommen aus der Riesterrente wird nämlich mit der Grundsicherung verrechnet und schmälert so die Leistung. Das ist die gesetzliche Lage derzeit, bleibt also abzuwarten wie sich die Gesetzeslage zukünftig entwickelt. Den unter diesen Voraussetzungen kann man Geringverdienern von den Abschluss eines Riester-Vertrages nur abraten.

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